Stiftung Warentest: Türsicherheit ist vielfach mangelhaft

Bei der Türsicherheit verlassen sich die meisten Menschen auf die als zuverlässige Zylinderschlösser. Doch selbst wer in Zusatzsicherungen wie Kastenzusatzschlösser oder Querriegelschlösser investiert, ist nicht immer auf der sicheren Seite. Das zeigt eine Testreihe, die von der Stiftung Warentest durchgeführt wurde.

Mehr als die Hälfte der getesteten Türsicherung erhielten schlechte bis sehr schlechte Bewertungen. Die erschreckende Bilanz der Testreihe war, dass selbst teure Markenware nicht den Schutz bietet, der in der Werbung dieser Produkte versprochen wird.

Kastenzusatzschlösser sind keine gute Türsicherheit

Alle vier von Stiftung Warentest unter die Lupe genommenen Kastenzusatzschlösser erwiesen sich zur Türsicherung als völlig unzureichend. Das Problem hierbei ist, dass sie keinerlei Druckwiderstand bieten, denn ihre Riegel werden beim Abschließen lediglich in einen kleinen Aufbau geschoben, der mit Schrauben am Blendrahmen der Tür verankert wird. Wer dennoch über Kastenzusatzschlösser als Türsicherung nachdenkt, sollte wissen, dass die Testeinbrecher gerade einmal rund eine Minute brauchten, um dieses Hindernis zu überwinden. Ein „normaler“ Einbrecher gibt Statistiken zufolge jedoch frühestens nach etwa drei bis fünf Minuten auf. Ein einfaches Kastenzusatzschloss ist für sich alleine genommen also nicht ausreichend für sicheren Einbruchschutz. Es dient vielmehr als Vorstufe und kann bei einfacheren Probleme helfen, um beispielsweise einem Fremden beim Öffnen der Tür nicht sofort Zutritt zum Inneren zu gewähren.

Querriegelschlösser sind als Türsicherung wesentlich zuverlässiger

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Kastenzusatzschlössern und den Querriegelschlössern ist die Verankerung der Bauteile, von denen die Riegel beim Verschließen aufgenommen werden. Beim Einbau der Querriegelschlösser als Türsicherung nutzen die Experten in der Regel eine Wandverankerung, die auch einem hohen Druck auf das Türblatt aushält. Für einen guten Einbruchschutz sollte natürlich auch das Türblatt selbst druckstabil sein. Das ist beispielsweise bei den Röhrenspantüren nicht gegeben, weshalb hier die Experten nachdrücklich zu einem Austausch der gesamten Tür raten. Bei zweiflügeligen Türen empfehlen Fachleute als Türsicherung eine Bandsicherung und ein Stangenschloss.

Türsicherung immer nur vom Fachmann einbauen lassen

Bei den Tests der Stiftung Warentest kam ebenfalls heraus, dass in vielen Fällen Montagefehler für den schnellen Erfolg der Einbrecher verantwortlich sind. Einige Fehler, die beim Einbau durch den Laien auftraten, führten dazu, dass die Türsicherung den Testeinbrechern nur einen Aufwand von wenigen Sekunden abverlangte.

Deshalb lautet der übereinstimmende Rat der Stiftung Warentest und der Präventionsspezialisten der Polizei, dass Türsicherungen immer nur von einem zertifizierten Fachbetrieb ausgewählt und eingebaut werden sollten.

 

Quellen:
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article151592896/Einbrecher-knacken-fast-jedes-Schloss-in-60-Sekunden.html

 

http://www.sueddeutsche.de/panorama/stiftung-warentest-stiftung-warentest-jede-zweite-tuersicherung-taugt-nichts-1.2838230

 

 

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